Samstag, 27. November 2010

irgendwann erwischt es jeden

Das hat Sven mir schon in Deutschland immer über seinen Job gesagt.Und er hat es sich bis Canada eben aufgehoben...Was ist passiert?
Am Freitag durfte Sven endlich wieder mit seinem gewohnten Truck starten
Es ging über Thunder Bay und Sault Ste. Marie/ON nach Grand Rapids/MI. Von dort nach Brampton/ON und dann leer zum Yard nach Mississauga. Doch eine Autobahnausfahrt vorher meinte ein PKW Fahrer, Svens Truck war doch genug unterwegs...Bei ca. 14°plus und leichtem Niesel verlor der PKW Fahrer aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er schoss von der linken über die rechte Spur und prallte rechts gegen die Brückenmauer. Wie beim Billiard von dort wieder zurück und direkt Sven vor den Truck. Sven hatte das Unglück schon früh kommen sehen und daher auch schon früh angefangen zu bremsen...aber auch mit leerem Truck gibt es nunmal Gesetzte der Physik...der Aufprall erfolgte bei ca. 40km/h. Sven ist Gott sei Dank mit dem Schrecken davon gekommen, die Insassen des PKWs Dank Seitenairbags mit wohl leichten Verletzungen. Und hier das Ergebnis am Truck
Da wundersamerweise die Scheinwerfer noch funktionierten durfte Sven -mit Verprechen an die Polizei keine Umwege zu machen- bis zum Yard fahren. Ja, und da steht der Truck nun irgendwo zur Reparatur.
Und wie nun von Mississauga nach Winnpeg kommen? Immerhin ca. 2.100 KM. Da hatte er Glück im Unglück: Peter -ein Kollege- war gerade dort und auf dem Weg nach Hause. Netterweise hat er sich sofort bereit erklärt Sven mitsamt seinen ganzen Gerödels (jaaa wird ja gebraucht um zu arbeiten) mit zunehmen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank. Und so durfte Sven die Strecke mal auf der Beifahrerseite von nem International kennen lernen.
Der Rückweg wurde dann noch noch durch bereits erwähntes Winterwetter und Straßensperrungen in die Länge gezogen.
Tja, und nun gehts morgen dann erstmal wieder mit nem Ersatztruck raus.

 
Und wer Lust hat etwas von dem "Großreinemachen" in Winnipeg zu sehen, klickt einfach hier                  

Donnerstag, 25. November 2010

schon die Winterreifen gescheckt?

Also, ich weiß ja wir leben jetzt in Canada...ich wusste vorher dass der Winter hier lang und kalt ist...aber muss denn der Schnee dieses Jahr in nur einer Woche herunter kommen ? ;-)
Seit dem Eintrag vom 1. Schnee haben wir einen Tag Sonne gehabt, ansonsten schneit es ununterbrochen. Mal nur ein bißchen, mal etwas mehr. So sah es gestern aus (6-7 cm Neuschnee)
Gestern Abend hat Richard -unser netter Nachbar- mit dem Snowblower mal wieder die Auffahrten geräumt. Davon war heute morgen nichts mehr zu sehen (10-15 cm Neuschnee)
Ich bemühe mich zumindest unseren Eingang frei zu halten. Die Treppe war zwischendurch schon komplett weg...
Und ich glaube wenn Sven nachher kommt müssen wir evtl. auch mal unsere Terasse räumen bevor wir ganz im Dunkeln sitzen (beim vorletzten Eintag war ein ähnliches Bild -ruhig mal vergleichen)
Der Wetterbericht sagt für heute nochmal 2-5cm und dazu heftigen Wind voraus. Da wird dann richtig toll, denn der leichte Pulverschnee sorgt dann schnell für Verwehungen...
Und wie es hier dann auf den Straßen so zu geht sieht man hier

Montag, 22. November 2010

Appalachen

Nein, das ist kein Indianerstamm sondern ein Gebirge im Osten Nordamerikas, das wir auf dem Weg nach North Carolina überqueren mussten.
Darauf hatte ich mich auch schon gefreut. Das kurze Video hiervon war ja schon zu sehen. Es entstand bei einer der vier Fahrten über diese Strecke...
Nun aber von vorne:
Wie schon erwartet war Svens Truck noch immer bei Volvo. Irgendwelche Probleme mit der Hinterachse. Aber wir bekamen einen einigermaßen sauberen Ersatztruck -auch Volvo, mit Mikrowelle und Funk (nur Violette fehlte) - na da konnte es ja los gehen. Alles lief normal bis dann in Spiceland,IN einem der Trailerreifen die Luft ausging. Wiederbelebung zwecklos, also Shop angerufen -Service kommt. Da wir wir auf einem Truckstop standen haben wir uns die Stunde Wartezeit entspannt mit einem Eis in der Sonne vertrieben.

Und nach weiteren 15 Minuten war schon ein neuer Reifen montiert.









alles mit Muskelkraft








Angekommen beim Kunden in Greensboro, NC entfuhr Sven dann ein Ausruf des Erstaunens: "Eine Arbeitercorvette" Ich konnte damit ja mal gar nichts anfangen, aber dieses Teil war gemeint:
Weiter ging es noch etwas südlicher nach Augusta/GA. Dort sollten wir den Trailer HF1959 aufpicken. Wir erwarteten einen Trailer der alten Firma Glencoe. Nur war solcher nicht zu erblicken. Der einzige Trailer mit 1959 sah so aus
Also erstmal Telefonat mit Dispatch -natürlich ohne befriedigende Auskunft ob das nun der richtige Trailer wäre. Message geschrieben und mitlerweile inspizierte Sven die Ladung ob denn wohl Anzahl der Papierrollen  und Empfänger stmmen würden
Nach Rücksprache mit der Security vor Ort (wusste auch nichts) und nochmaliger Message bekamen wir endlich das OK diesen Trailer zu nehmen. Spät genug geworden, so ging es zum nächsten Truckstop zur Nachtruhe. Wo wir dann nach knapp 3 Stunden von irgendeinem Nachtdispatch nochmals das "go" bekamen... Am nächsten Tag dann wieder in die Appalachen
                                jaaa schöne Aussicht                                                                   
Gerade die lange Steigung hinter und gebracht kam eine -nein sogar zwei- Messages: "Stell dich auf nen sicheren Platz und warte -die Ladung muss evtl. zurück. Aha, kleiner Truckstop kam gerade, also anhalten und wieder Sonne genießen
Hillsville in Virginia, knapp 1000m hoch gelegen
Und wieder das gleiche Spiel: telefonieren, Message schreiben.."wir warten noch auf Info vom Kunden"...nach 5 Stunden hieß es dann: Retour! Wir waren ja auch erst 500KM vom Kunden entfernt und Sven gingen schon fast die Fahrstunden für die USA aus. Aber was bleibt einem anderes übrig. Diesmal durfte ich den wunderschönen Ausblick im Dunkeln über viele kleine Lichter im Tal genießen. Am nächsten Tag also Trailer getauscht (vor Ort wusste auch keiner warum), und was sagten die Papiere? 2 Ladungen an 2 verschiedene Empfänger?! Lieber nochmal nachfragen...die Antwort: "stimmt denn die Trailer Nr.?" Das war der Moment wo ich doch fast aufgeschrien hätte, denn im Loadassignment (quasi der Auftrag) war keine Nr. genannt...Aber alles OK und wieder...ihr wisst schon wo lang

trotz aller Bemühungen - wir haben den Truck nicht gekippt gekriegt
Aber nicht denken, dass wir jetzt einfach die Papiere an den Broker faxen und gemütlich nach Mississauga/ON fahren konnten. Denn 2 Ladungen hieß in diesem Fall leider auch 2 Broker -haben wir leider erst auf Nachfrage beim 1. Broker mitgeteilt bekommen. Also für die 2. Ladung (immerhin eine Papierrolle) neu gefaxt, keine Freigabe, angerufen...ja toll in dem zuständigen Büro arbeitet am Wochenende keiner! Sven wollte die eine Rolle schon einfach runter schmeißen und ab über die Grenze ;-) Nun gut, nach einigem hin und her telefonieren und nochmaligem faxen durften wir endlich zurück nach Canada.
Den einen Trailer im Yard Mississauga gedropt, nen leeren mitgenommen und in Brantford/ON gegen einen mit Tiefkühlprodukten bei einer Großbäckerei getauscht (da roch es lecker!). Und ...den bereits hinreichend beschriebenen Hwy 17 zurück. Wir waren wohl zu lange in den Bergen, denn da hing son komischer Österreicher immer hinter uns
kaum zu glauben, aber es war erst 7.05 und er schon wach
Und Mesi -jetzt kennen wir deinen Geburtstag!

 Nach 10 Tagen waren wir dann endlich wieder zu Hause! Ich bin zwar nur Beifahrerin, war aber völlig kaputt ;-) Für alle die mehr Bilder wollen hier wieder eine Diashow -würde sonst den Blog sprengen

und der Routenverlauf
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