Sonntag, 3. Februar 2013

Wir sind Großeltern!

Na ja, zumindest Hundeplegegroßeltern ;-)))
Aber von vorne: Eigentlich wollte ich ja wenn Sven wieder unterwegs ist erstmal keine Pflegehunde aufnehmen. Nach knapp 2 Wochen war es aber sooo ruhig im Haus, und unserer Ori war sooo langweilig mit mir alleine, und bei den Temperaturen sind sooo viele Hunde draußen kurz vor dem Erfrieren...Also habe ich Bescheid gegeben, das ich wieder einen Wauwi aufnehmen würde. Dieser ließ dann auch nicht lange auf sich warten.

Button
 
Als die Dame mit wunderschönen blauen Augen vor knapp 2 Wochen bei mir abgegeben wurde, kam aber auch die Vermutung sie sei schwanger. OK, war ein Notfall also erstmal aufnehmen. Zwei Tage später bestätigte die Tierärztin was schon offensichtlich war. Mindestestens 6 Babys in ca. 10 Tagen. Zugleich kam aber auch leider die Feststellung, dass die Hundemama stark Herzwurm befallen ist. Ich glaube in Deutschland ist dieses Problem gänzlich unbekannt. In Nordamerika leider weit verbreitet. Die Parasiten werden von Mücken übertragen, daraus bilden sich Würmer die sich dann über die Blutgefäße im Herz ansiedeln. Ich erspare hier lieber ein Bild von einem befallenen Herzen. (Wer will kann ja mal googeln).  Jedenfalls sollte hier jeder Hundebesitzer von Mai - Oktober auf keinen Fall die Vorsorge für den Hund vergessen! Durch die Diagnose stand leider fest, dass die Babys so schnell wie möglich zu einer Ersatzmutter müssen damit bei Button die Behandlung starten kann. Je näher der erwartere Geburtstermin rückte, umso nervöser wurde ich natürlich. Zum einen ob Sven dann auch zu Hause wäre, zum anderen hatten wir bisher nur Katzennachwuchs. Eine Hundegeburt ist da doch noch was anderes...Pünktlich nach Svens Heimkehr am Freitag deutete auch alles auf eine baldige Geburt hin. Letzendlich dauerte es jedoch bis am Samstag um 17.00 der erste Junge das Licht der Welt erblickte.
 
Fiete
 
als nächstes kam Hannes

und dann Erna
 
Dann gab es erstmal 1,5 Stunden Pause in denen wir kurz essen konnten ;-)
 
auch eine Hundemama muss mal verschnaufen
 
 
und weiter ging es mit Kuddl
 
Trine
 
Antje
 
und als letztes kurz nach 21.00 Frieda
 
Schon gemerkt? Jaaa, die Namensgebung war von mir Bedingung wenn hier schon die Geburt statt findet. Sven und ich haben versucht typisch norddeutsche Namen zu finden. Mal sehen wie die Canadier mit der Aussprache klarkommen *grins*
 
Für die Mama war es bestimmt nicht der erste Wurf. Sie war so routiniert, und hat die Babys schon versorgt ehe wir überhaupt gemerkt haben dass ein neues da war! Wir wollten die Famile ja in Ruhe ins Gästezimmer quartieren, aber Button ist so Menschen bezogen und vertrauensvoll mit uns, dass sie unbedingt im Wohnzimmer bleiben wollte! Nur Ori wird angeknurrt wenn sie zu dicht kommt ;-)
 
und so sah es dann heute aus als Mama mal kurz raus musste
 
Ausnahmesweise ist auch der Papa bekannt. Der ist nämlich am selben Tag mit aufgenommen worden und bei einer unserer Direktorinnen unter gekommen.
 
Zipper

Dienstag Abend gehen die Kleinen dann zur Ersatzmama, die sie hoffentlich auch annimmt. (Alle mal Daumen drücken!) Denn die Milchproduktion und auch die Fürsorge um die Welpen würden das Herz der Mama zu sehr belasten :-( Wie genau die Behandlung dann aussieht weiß ich auch noch nicht genau. Nur das der Hund sehr viel Ruhe braucht. Ich werde berichten!

Donnerstag, 31. Januar 2013

Bilder von unterwegs

Tja, da muss ich euch leider enttäuschen. :-( Svens erste Tour ging zwar ca. 2.500 Km südlich in die USA nach Tennessee und weiter nach North Carolina für die Rückladung, aber außer diesem Sonnenuntergang in der Nähe von Chicago war die Speicherkarte leer.


Denn entweder hat es zu doll geregnet oder es war bei den interessanten Sachen schon dunkel.

Die nächste Tour war aufgrund technischer Mängel am Truck relativ kurz. Zu allem Überfluss ist auch noch 8 Meilen (knapp 13 KM) vor der Abladestelle auch noch ein Reifen geplatzt.


Nach 1,5 Std. erschien der Reifenservice und hat für den Wechsel nur 15 Minuten gebraucht. Somit schaffte Sven es noch 5 Minuten vor Toresschluss zum Kunden!

 
Diese Woche ist er nur in Canada unterwegs und wird wohl unsere Bildersammlung von schneebedeckten Straßen nicht erweitern *grins*
 
Am letzten Wochenende haben wir uns dann endlich dazu durchgerungen einen neuen Staubsauger zu kaufen. Unser altes Modell funktioniert zwar noch, aber mehr schlecht als Recht. Bei der Anschaffung vor über 3 Jahren war die Dauerbelastung durch Berge von Hundehaaren nunmal nicht eingeplant. Aber vor dem Saugen gab es erstmal noch ein Geduldsspiel.
 

Zitat von Sven."Wer über Ikeamöbel schimpft, soll hier erstmal nen Staubsauger zusammen bauen".

Wie an dem neuen Blogdesign schon zu vermuten, hat der Winter hier dieses Jahr etwas mehr zu bieten als letztes Jahr. Der Schneeberg vor dem Haus ist nun wirklich schon höher als das Schlafzimmerfenster! Und die Kälte lässt seit knapp 2 Wochen die Aktivitäten doch etwas einfrieren. Bei gefühlten Temperaturen von -35° bis -40° (und mehr) ist es drinnen umso gemütlicher! Und wer es sich nicht vorstellen kann: ab -30° beißt es wirklich. Und mit dem Wind sind Erfrierungen in nur 10 Minuten möglich. Also immer gut einpacken und möglichst keine Haut frei lassen! Allerdings gab es letzten Sonntag mit "nur" -10° und ohne Wind eine kleine Erholung. Und was machen die Winnipegger angesichts der frühlingshaften Temperaturen?

Sie gehen aufs Eis!
 
Die Menschenmenge an den Forks und auf den gespurten Eislaufwegen auf den Flüssen hatten schon fast Volksfestcharakter.
 
So, das war mal wieder ein Lebenszeichen von hier. Sven kommt morgen pünktlich zum Wochenende nach Hause und nächste Woche gibts dann auch wieder Hundegeschichten!
 

Montag, 14. Januar 2013

langsam angehen lassen

Unter diesem Motto sind wir Montag morgen zum Bisonyard gefahren. Doch siehe da - schon eine Tour! Ich erspare euch mal die Einzelheiten...Durch eine Verkettung dummer Umstände und einem nicht ordnungsgemäß arbeitenden Satelite (für die Kommunikation mit der Firma) endete der erste Tag nach kleiner "Irrfahrt" und abendlichen Laden auf einem Truckstop ca. 10 Km von unserem Haus. ;-)))

Dafür wurden wir aber am nächsten Morgen mit einem herrlichen Sonnenaufgang entschädigt

 
 Und dann ging es endgültig in die USA. Ziel: Fort Madison in Iowa, knapp 1400 Km. 
 


 
nur zur Erinnerung: Manitoba ist flach!
 
 direkt hinter Grenze kam schon wieder dieses weiße Zeug runter, echt komisch im Januar...
 
  Aber in Iowa gab es dann herrlichen Sonnenschein bei +10°
 
Den geladenen Torf sollten wir hier wieder abladen
 
 Und während wir uns beim Anblick des kleinen Staplers schon auf eine längere Wartezeit gefasst machten, waren wir schneller entladen als mir bei dem schönen Wetter eigentlich lieb war.
 
 
 Neue Ladung gab es nur ein paar Meilen entfernt. Der Platz kurz vorher auch noch unter Schnee lud nicht gerade zum Spazieren gehen ein.
 
 aber es kommt immer nur auf die passende Kleidung an *LOL*
 
Auf dem Rückweg gaben uns Wettermeldungen über Regen und Blizzardwarnungen ein leicht mulmiges Gefühl. Und so kam es dann auch: Abends über einen nur leicht feuchten Platz zum Essen in einen Truck Stop, goss es beim raus kommen wie aus Eimern. Am nächsten Morgen hatte sich der gesamte Platz dann in eine große Eisbahn verwandelt. Nur das so ein Platz leider nicht so eben ist. Wir beide haben ganz bestimmt ein herrliches Bild abgegeben wie wir gaaanz langsam schlurfend versucht haben die rettenden Örtlichkeiten zu erreichen *kicher*. Abfahrt wurde erstmal eine Stunde verschoben. Aber da wir ja auch nicht auf den Blizzard warten wollten, ging es dann trotz gefrierenden Regen langsam weiter Richtung Canada. Nach der Grenze wurde aus Regen auch Schnee, und zwar blowing snow mit Sichtweiten teilweise um 10 Meter.
 
 
Und hier, zufällig eingefangen, einer aus Sven Lieblingskategorie "was sieht der was ich nicht sehe"
 
 
Irgendwann haben wir es dann aber doch heil nach Winnipeg geschafft. Auch hier war für den Abend Blizzardwarnung ausgesprochen. Also nur noch schnell was einkaufen und gemütlich zu Hause abwarten. Samstag morgen konnten wir dann feststellen, dass über Nacht doch so einiger Schnee gefallen und durch den Wind aufgetürmt worden ist. 
 
 
Und ich kann nur wiederholen wie toll es ist einen Nachbarn mit Bobcat u.ä. zu haben :-) Zwar mussten wir bis Sonntag aufs Freischaufeln warten, aber die zahlenden Kunden gehen selbstverständlich vor.
 
Sven muss nur die Kanten etwas vor- bzw. nacharbeiten
 
Es war also keine besondere oder langeTour, aber ich habe mal wieder was anderes gesehen. Und noch ein gemütliches Wochenende zu Hause ist ja auch ganz nett ;-)
Sven hat sich heute morgen auf den Weg nach Tennessee gemacht, und ich sortiere mit Ori den Alltag wieder neu.
 
Das wars erstmal wieder... bis die Tage